Yukino Yoshida: „Nur eine Zwischenstation“ – erster Olympia-Start und die nächsten Schritte nach dem Weltcupsieg

WINTERSPORT

2025年12月17日

Nachdem sie sich im 500-m-Rennen der Frauen so gut wie sicher für die Olympischen Winterspiele in Milano–Cortina im kommenden Februar qualifiziert hat, ist Yukino Yoshida (22, Kotobukihiro) am 16. Dezember nach Japan zurückgekehrt und am Flughafen Haneda gelandet. Nur einen Tag nach ihrem ersten Weltcupsieg der Saison und dem dritten ihrer Karriere beim vierten Lauf des ISU Eisschnelllauf-Weltcups in Hamar blickt die junge Sprinterin, die betont, dies sei „nur eine Zwischenstation“, bereits auf die nächste Entwicklungsstufe.

37,65 beim 4. Weltcup in Hamar – erster Saisonsieg und dritter Erfolg im Weltcup

Am Schlusstag des 4. Weltcups (14. Dezember, Hamar, Norwegen) gewann Yoshida das zweite 500-m-Rennen der Frauen in 37,65 Sekunden. Es war ihr erster Weltcupsieg der Saison und der dritte insgesamt. Gleichzeitig erfüllte sie damit die Nominierungskriterien für die Olympischen Spiele in Milano–Cortina, womit ihr erster Olympia-Start praktisch feststeht.

In diesem Rennen setzte sie sich in einem engen Dreikampf gegen die Polin Kaja Ziomek-Nogal und die Südkoreanerin Kim Min-sun durch. Sowohl die Zweit- als auch die Drittplatzierte liefen 37,83 Sekunden, nur 0,18 Sekunden hinter Yoshida. In einer Sprintdisziplin, in der hundertstel Sekunden entscheiden, waren vor allem ihre fließende Beschleunigung und ihr hohes Tempo bis zur Ziellinie beeindruckend.

PlatzLäuferinNationZeit
1.Yukino YoshidaJapan37,65
2.Kaja Ziomek-NogalPolen37,83
3.Kim Min-sunSüdkorea37,83
Top 3 im zweiten 500-m-Rennen der Frauen beim 4. Weltcup in Hamar. Daten basieren auf den offiziellen Ergebnissen der ISU.

Am selben Schlusstag belegte das japanische Team mit Momoka Horikawa, Miho Takagi und Ayano Sato im Team Pursuit der Frauen den 3. Platz und machte damit auch den Olympia-Startplatz in dieser Disziplin nahezu perfekt. Vom Sprint bis zu den Mittel- und Langstrecken war dies somit ein äußerst erfolgreiches letztes Weltcup-Wochenende des Jahres für die japanische Frauenauswahl im Eisschnelllauf.

„Nur eine Zwischenstation“ – Eindrücke und Baustellen nach vier Weltcuprennen

Als Yoshida nach ihrer Europa-Tour am 16. Dezember am Flughafen Haneda eintraf, stellte sie sich mit ruhigem Gesichtsausdruck den Fragen der Medien.

„Ich glaube, dass mir dieser Sieg im Hinblick auf meine Erfahrung und Reife als Athletin sehr viel gebracht hat“, sagte sie. „Aber es ist für mich nur eine Zwischenstation. Ich spüre, dass es immer noch einen Abstand zu den besten Läuferinnen der Welt gibt.“

Dann fügte sie entschlossen hinzu: „Ich möchte hart daran arbeiten, diesen Abstand so weit wie möglich zu verkleinern.“ Obwohl ihre erste Olympia-Teilnahme nahezu sicher ist, zeigt sie keinerlei Anzeichen von Zufriedenheit. Ihr Blick richtet sich bereits auf das Eis in Milano–Cortina.

In den bisherigen vier Weltcuprennen dieser Saison hat Yoshida nicht nur ihre explosive Startphase unter Beweis gestellt, sondern auch eine neue Stärke: die Fähigkeit, ihr Tempo im weiteren Rennverlauf hochzuhalten. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass es Sprinterinnen wie Femke Kok gibt, die regelmäßig Zeiten auf Weltrekord- oder Bahnrekordniveau laufen. Um die absolute Spitze zu erreichen, muss sie daher noch einen weiteren Gang hochschalten.

Olympia-Ticket über 1000 m: Angriff bei den Japanischen Meisterschaften

Nach Abschluss der vier Weltcuprennen vor Jahresende richtet sich Yoshidas Fokus nun auf die Japanischen Meisterschaften in Nagano (M-Wave, geplant ab dem 26.). Während die Olympia-Qualifikation über 500 m durch die erfüllten Kriterien so gut wie sicher ist, hat sie gedanklich bereits umgeschaltet: „Über 1000 m ist noch nichts entschieden. Ich möchte mich so vorbereiten, dass ich sowohl über 500 als auch über 1000 m starke Läufe zeigen kann.“

Aufbauend auf der explosiven Startphase und dem hohen Tempo, das sie über 500 m zeigt, bleibt abzuwarten, wie weit sie über 1000 m mit der Weltspitze mithalten kann. Da man ihr bei den Spielen in Milano–Cortina Einsätze in mehreren Disziplinen zutraut, werden die Rennen in Nagano ein wichtiger Baustein für den Verlauf der zweiten Saisonhälfte sein.

Yukino Yoshidas 500-m-Ergebnisse im Weltcup in dieser Saison

Ihre wichtigsten Resultate über 500 m im Weltcupverlauf dieser Saison lassen sich wie folgt zusammenfassen: Bereits seit dem ersten Rennen gehört Yoshida konstant zur Spitzengruppe. Beim 4. Weltcup in Hamar wurde sie im ersten 500-m-Rennen Dritte und siegte im zweiten Lauf. Damit wächst ihre Präsenz im Kreis der besten Sprinterinnen stetig.

WettkampfDisziplinErgebnis
Weltcup, 1. Lauf (Salt Lake City)500 m3. Platz (erstes Podium der Saison)
Weltcup, 3. Lauf500 m4. Platz
Weltcup, 4. Lauf (Hamar), 1. Rennen500 m3. Platz (ca. 37,75)
Weltcup, 4. Lauf (Hamar), 2. Rennen500 m1. Platz (37,65 – erster Saisonsieg und dritter Weltcupsieg insgesamt)
Eigene Zusammenstellung auf Basis der offiziellen ISU-Ergebnisse und internationaler Medienberichte.

Obwohl sie erst seit wenigen Jahren regelmäßig auf der internationalen Bühne der Erwachsenen antritt, entwickelt sich Yoshida bereits zu einer Stammgästen auf dem 500-m-Podium. Als mögliche Nachfolgerin der goldenen Ära, die Nao Kodaira im japanischen Frauensprint geprägt hat, wächst die Spannung, wie weit sie es in Milano–Cortina bringen kann.

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