[Comeback-Doppel] Miho Takagi: „Ich werde mit jedem Rennen besser“ – auf dem Weg nach Mailand [Eisschnelllauf-Weltcup Hamar]

WINTERSPORT

2025年12月18日

Japans Mittelstrecken-Star Miho Takagi feierte beim 4. Lauf des ISU Eisschnelllauf-Weltcups im norwegischen Hamar ein beeindruckendes Doppel, als sie sowohl die 1500 m als auch die 1000 m der Frauen an aufeinanderfolgenden Tagen gewann. Mit Zeiten von 1:54,95 über 1500 m und 1:14,39 über 1000 m unterstrich sie ihr starkes „Comeback-Doppel“ im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Milano–Cortina im kommenden Februar. Bis zum 18. Dezember (japanische Zeit) widmeten ihr bereits mehrere internationale Medien Sonderberichte – ein klares Zeichen dafür, dass ihr Laufstil wieder weltweit im Fokus steht.

In diesem Beitrag beleuchten wir den Rennverlauf und die Ergebnisse der beiden Läufe in Hamar, die Aussagen von Takagi und ihrem Trainer sowie die Bedeutung dieses Doppelsiegs auf dem Weg nach Milano 2026. *Die Inhalte basieren auf offiziellen Ergebnissen und Medienberichten vom 18. Dezember 2025.

1500 m Frauen: 1:54,95 – erster Weltcupsieg der Saison, knapp vor Morozova

Das 1500-m-Rennen der Frauen am ersten Wettkampftag entwickelte sich zu einem der hochklassigsten Läufe der bisherigen Weltcupsaison. Takagi startete im vorletzten Paar, ging die ersten 300 m kontrolliert an und erhöhte das Tempo im Mittelteil deutlich – ganz in ihrem typischen Stil. In der Schlussrunde behielt sie ihre Technik bei und kam nach 1:54,95 ins Ziel.

Direkt hinter ihr folgte Nadezhda Morozova aus Kasachstan in 1:54,98, der Abstand betrug also nur 0,03 Sekunden. Ragne Wiklund aus Norwegen belegte mit 1:55,18 den 3. Platz. Auch wenn die Zeitabstände minimal waren, war dies für Takagi ein enorm wichtiger Erfolg – ihr erster Weltcupsieg der Saison über 1500 m.

PlatzLäuferinNationZeitRückstand
1.Miho TakagiJapan1:54,95
2.Nadezhda MorozovaKazachstan1:54,98+0,03
3.Ragne WiklundNorwegen1:55,18+0,23
Top 3 über 1500 m der Frauen (Weltcup Hamar, 4. Lauf) – basierend auf den offiziellen ISU-Ergebnissen.

Nach dem Rennen sagte Takagi: „Natürlich bin ich erleichtert, dass ich gewonnen habe, aber noch wichtiger ist für mich die Frage, wie ich die Qualität meiner Läufe weiter anheben kann“, und machte damit deutlich, dass sie den Schwerpunkt auf den Inhalt statt ausschließlich auf das Ergebnis legt. Ein Blick auf die Rundenzeiten zeigt, dass sie im Finish noch Verbesserungspotenzial sieht; sie betont: „In diesem Zustand ist es noch kein Lauf, mit dem man die Olympischen Spiele gewinnt.“ Für sie ist dieser Sieg ganz klar eine Zwischenstation.

1000 m Frauen: 1:14,39 – Doppelsieg an zwei Tagen und Erfolg im Duell mit Femke Kok

Im 1000-m-Rennen der Frauen am Folgetag richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf das direkte Duell mit der Sprintkönigin Femke Kok aus den Niederlanden. Takagi zog im Mittelteil das Tempo deutlich an und attackierte die Kurven mit aggressiven Innenlinien. Ohne nennenswerten Geschwindigkeitsverlust bis zur Ziellinie stoppte sie die Uhr bei 1:14,39 und holte damit ihren zweiten Sieg in Folge.

Kok wurde in 1:14,73 Zweite, ihre Landsfrau Marrit Fledderus belegte mit 1:15,39 den 3. Platz. Mit ihren Erfolgen über 1500 m und 1000 m an zwei aufeinanderfolgenden Tagen fegte Takagi die Konkurrenz in den Mittelstrecken der Frauen beim Weltcup in Hamar praktisch vom Eis.

PlatzLäuferinNationZeitRückstand
1.Miho TakagiJapan1:14,39
2.Femke KokNiederlande1:14,73+0,34
3.Marrit FledderusNiederlande1:15,39+1,00
Top 3 über 1000 m der Frauen (Weltcup Hamar, 4. Lauf) – basierend auf den offiziellen ISU-Ergebnissen.

Zum 1000-m-Lauf sagte Takagi: „Heute war mein Gefühl besser als gestern. Ich habe das Gefühl, dass ich mit jedem Rennen ein kleines Stück besser werde.“ Trotz der Doppelbelastung mit 1500 m und 1000 m an zwei Tagen hintereinander konnte sie in beiden Disziplinen auf hohem Niveau performen – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu den Spielen in Mailand.

„Auch im Sieg gibt es viele Baustellen“ – und dennoch wird der Abstand zur Weltspitze sichtbar

In der bisherigen Weltcupsaison stand Takagi mehrfach über 1000 m und 1500 m auf dem Podest, musste aber auch Rennen hinnehmen, in denen ihr der Sieg knapp entglitt. Über ihre beiden Erfolge in Hamar soll sie gesagt haben, sie habe „mehr Punkte, über die nachzudenken ist, als reine Freude“.

Mit Blick auf die 1500 m ist die Hamar-Zeit für eine Läuferin, die schon mehrfach Zeiten im Bereich von Weltrekorden oder Bahnrekorden gelaufen ist, noch nicht gleichbedeutend mit absoluter Topform. Dass sie dennoch die besten Läuferinnen der Welt schlagen kann, ohne sich selbst am Limit zu sehen, zeigt, dass sie mit 31 Jahren weiterhin Fortschritte macht.

Ihr Trainer Johan de Wit erklärte gegenüber den Medien: „Siege geben Selbstvertrauen und vermitteln das Gefühl, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.“ Mit Blick auf die Auftritte in Hamar sagte er: „Technik und Energieverteilung nähern sich immer mehr dem Niveau an, das wir täglich einfordern“, und zeigte sich damit sehr zufrieden mit dem Inhalt der Läufe.

Auf dem Weg nach Milano–Cortina 2026: Fokus auf 1000 m, 1500 m und Team Pursuit

Takagi ist die dominierende Figur im japanischen Frauen-Eisschnelllauf und hat insgesamt sieben Olympiamedaillen (darunter zwei Goldmedaillen) gewonnen. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 holte sie Gold über 1000 m sowie Silber über 1500 m, 500 m und in der Teamverfolgung und ist damit die Japanerin mit den meisten Medaillen bei Winterspielen.

Mit Blick auf Milano–Cortina 2026 definiert Takagi die 1000 m, die 1500 m und die Teamverfolgung als ihre Haupteinsatzgebiete – genau jene Disziplinen, in denen sie beim Weltcup in Hamar glänzte. Über die 500 m sagt sie, ihr fehle dort „noch etwas an reiner Geschwindigkeit“, und deutet an, dass sie die Startentscheidung für diese Strecke sorgfältig abwägen wolle.

Der Weltcup in Hamar ist damit ein wichtiger Zwischenschritt in der Saison, der direkt in Richtung Olympia weist. Das hier erreichte Doppelgold ist mehr als nur ein „gutes Ergebnis“ – es passt perfekt zu Takagis Ansatz, „durch Siege Schwachstellen zu erkennen und weiterzuentwickeln“.

Wichtige Ergebnisse und weiterführende Links (offizielle Informationen)

Für alle, die sich näher mit dem Weltcup in Hamar und den Leistungen von Miho Takagi beschäftigen möchten, haben wir hier einige nützliche offizielle Links zusammengestellt.