WINTER NOTE | Wintersport 2026: Ein Leitfaden zu den wichtigsten Highlights

WINTERSPORT

2026年1月6日

WINTER NOTE | Im Jahr 2026 beginnt sich der Wintersport um Milano–Cortina zu drehen.

In diesem Winter liegt eine etwas andere Stimmung in der Luft als in einer normalen Saison. Im Februar finden in Italien die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 statt. Vor der Kulisse der Alpen und der Stadt Mailand werden Medaillen in 16 Disziplinen und 116 Wettbewerben vergeben.

Aus WINTER-NOTE-Perspektive haben wir die „wichtigsten Wintersport-Highlights 2026“ in drei große Themenblöcke sortiert: Curling, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf. Wenn man diese drei Bereiche im Blick behält, ist man für diesen Winter schon sehr gut versorgt.

1. Die zentrale Achse – Milano–Cortina 2026 im Februar

Das größte Highlight des Jahres sind natürlich die eigentlichen Olympischen Winterspiele von Milano–Cortina, die vom 6. bis 22. Februar (Ortszeit) stattfinden. Die Eröffnungsfeier steigt im San Siro, die Schlussfeier in der Arena von Verona – Spiele mit einem „dezentralen Konzept“, das Stadt und Gebirge verbindet.

Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Snowboard, Curling, Skispringen … Schon allein im japanischen Team gibt es mehrere Medaillenkandidaten – ein wahrer „Rekordwinter“. Hier konzentrieren wir uns auf drei zentrale Geschichten, die aus japanischer Fan-Sicht besonders spannend sind.

1-1. Frauen-Curling – Fortius, von Kelowna nach Mailand

Im Dezember 2025 sicherte sich die japanische Frauenmannschaft Fortius (Team Yoshimura) beim Olympic Qualification Event (OQE) im kanadischen Kelowna mit einem 6:5-Sieg über Norwegen das Ticket für Milano–Cortina. Damit erreichte das japanische Frauen-Curling einen Meilenstein: acht olympische Teilnahmen in Folge seit Nagano 1998.

Tags zuvor hatte das Team noch 10:9 gegen Norwegen verloren, nach einem Comeback des Gegners. Am nächsten Tag kam es im Playoff direkt zur Revanche – diesmal mit einem 6:5-Sieg für Japan. Diese Abfolge ist eine Art „Vorgeschichte“, die man kennen sollte, bevor man die Hauptbühne der Spiele verfolgt.

Skip Sayaka Yoshimura, Third Kaho Onodera, Second Yuna Kotani, Lead Anna Ohmiya, Ersatzspielerin Mina Kobayashi und Trainerin Yumie Funayama. Wie wird Fortius das Bild weiterentwickeln, das Loco Solare aufgebaut hat – nämlich, dass „Japan mit den Weltbesten mithalten kann“? In Mailand lohnt sich der genaue Blick vor allem auf die Schlussphase der Round-Robin und die Playoffs.

◆ Offizielle Posts, um sich auf Fortius einzustimmen

1-2. Japans Eiskunstlauf-Team – Sakamotos letzte Spiele und die neue Generation

Eiskunstlauf ist auch in Milano–Cortina wieder eine der „Hauptsportarten“ für japanische Fans. Auf Basis der Ergebnisse der Japanischen Meisterschaften Ende 2025 und der Bekanntgabe des Verbandes sieht das japanische Aufgebot ungefähr so aus:

Disziplin Läufer:innen Fokus
Herren Einzel Yuma Kagiyama Silbermedaillengewinner von Peking 2022, reist nun als „Goldanwärter“ nach Mailand.
Herren Einzel Shun Sato Seine Vierfachsprünge und Ausdrucksstärke greifen rechtzeitig vor seinem Olympia-Debüt immer besser ineinander.
Herren Einzel Kao Miura Bekannt für offensive Programme, stellt sich als Teil der „Manji Boys“ der Weltelite.
Damen Einzel Kaori Sakamoto Erste Japanerin bei drei Winterspielen in Folge; diese Saison ist ihr großer Abschluss.
Damen Einzel Mone Chiba Eine Inbegriff von Konstanz, bereits mit WM-Medaillenerfahrung.
Damen Einzel Ami Nakai 17-jährige Aufsteigerin, die schon in ihrer ersten Seniorsaison auf Weltpodien stand.
Paarlauf Riku Miura / Ryuichi Kihara Weltmeister und Grand Prix Final-Sieger – klare Goldanwärter.
Paarlauf Yuna Nagaoka / Sumito Moriguchi Ein neues Paar, das in einer Saison in die Spitze vorstieß und nun seine Olympia-Premiere erlebt.
Eistanz Utana Yoshida / Masaya Morita Vor allem im Team-Event gefragt; sie verkörpern den aktuellen Stand des japanischen Eistanzes.

Im Mittelpunkt stehen die „Gesamtbilanz“ von Kaori Sakamoto, das Gipfelduell im Herren-Einzel zwischen Yuma Kagiyama und Ilia Malinin sowie die Frage, wie sehr Riku Miura / Ryuichi Kihara – im WM-Kontext so dominant – ihre eigene Vorstellung von Paarlauf auch auf olympischer Bühne durchziehen können.

Mit dem Team-Wettbewerb eingerechnet ist Japan inzwischen ein „Team mit mehreren Medaillenkandidaten“. In diesem Jahr lohnt sich daher auch ein Blick auf Details wie die Reihenfolge der Wettbewerbe (Team → Einzel) und darauf, welche Läufer:innen in welchen Segmenten eingesetzt werden – also auf die Gesamtstrategie.

◆ Offizielles Video, um die Atmosphäre von Milano–Cortina vorab zu spüren

1-3. Eisschnelllauf – das „Doppel-Aushängeschild“ Yoshida & Takagi

Beim vierten Lauf des Eisschnelllauf-Weltcups im norwegischen Hamar feierte Yukino Yoshida ihren ersten 500-m-Sieg der Saison (und dritten Weltcupsieg insgesamt) und machte ihre Olympia-Nominierung für Milano–Cortina damit so gut wie perfekt. Mit 37,65 Sekunden zeigte sie ein nahezu ideales Rennen, in dem sie von Start bis Ziel kaum an Tempo verlor.

Bei derselben Veranstaltung gewann Miho Takagi sowohl über 1500 m als auch über 1000 m. Das Frauen-Teamsprint (Momoka Horikawa, Miho Takagi, Ayano Sato) stand bei allen drei bisher ausgetragenen Weltcup-Rennen auf dem Podium – ein Zeichen für einen soliden Aufbau in Richtung Spiele.

Die wichtigsten Beobachtungspunkte in diesem Jahr:

  • 500 m Damen: Wie schlägt sich Yukino Yoshida im Duell mit den weltbesten Sprinterinnen?
  • 1500 m / 1000 m Damen: Kann Miho Takagi – ähnlich wie in Peking – erneut in mehreren Disziplinen um Medaillen laufen?
  • Teamverfolgung Damen: Wie formt sich mit der neuen Besetzung ein „typisch japanischer“ Zug?

Diese drei Aspekte. Gerade 500 m und Teamverfolgung sind vom Rennverlauf her sehr gut nachzuvollziehen und eignen sich auch für Zuschauer:innen, die Eisschnelllauf sonst kaum verfolgen.

◆ Offizielle Posts zum Rückblick auf den Weltcup in Hamar

https://x.com/ISU_Speed/status/2003112927566709240

2. 2026 lohnt es sich, die Geschichten der internationalen Stars „parallel“ zu verfolgen

Schon allein mit den japanischen Athlet:innen könnte man den ganzen Winter füllen, aber Milano–Cortina wird auch ein intensives Jahr für die Geschichten internationaler Stars.

  • Eiskunstlauf Herren – Ilia Malinin: Der einzige Läufer, der je einen 4A gestanden hat, und der „Sprung-Monster“, das in der vergangenen Saison im Kürprogramm sieben Vierfache zeigte. Sein Duell mit Yuma Kagiyama ist eines der größten Highlights des gesamten Winters.
  • Skispringen – Domen Prevc: Startete mit zwei Siegen bei der Vierschanzentournee ins Jahr. Gute Chancen, dass er sich als Topfavorit auf Gold etabliert.
  • Frauen-Eishockey – USA vs. CAN: Nach der Niederlage bei Peking 2022 reist die US-Auswahl mit klarer „Revanche-Mission“ gegen Kanada nach Mailand. Da das Frauenturnier meist ein Duell dieser beiden Nationen ist, lohnt es sich, dieses Match fast schon mit Blick auf ein mögliches Finale im Kalender zu markieren.

Kennt man diese internationalen Erzählstränge, fällt der Vergleich mit dem japanischen Team leichter und die Spiele gewinnen insgesamt deutlich an Tiefe.

3. Der Winter 2026 geht über die Spiele hinaus – „Antwortkontrolle“ und „nächste Schritte“

Wenn Milano–Cortina im Februar vorbei ist, könnte man meinen, die Saison sei „plötzlich beendet“. Tatsächlich geht der Winter 2026 danach aber weiter.

Im Curling stehen noch Weltmeisterschaften an; im Eiskunstlauf und Eisschnelllauf folgen ebenfalls Weltmeisterschaften und Auswahlwettkämpfe. Es wird spannend sein zu sehen, wie Athlet:innen die in den Spielen sichtbar gewordenen Schwächen korrigieren. Mit Wechseln im Kader und neuen Formationen reiht sich bis in den Frühling hinein ein Turnier an das nächste, das sich wie eine Art „Antwortkontrolle“ zu den Olympischen Spielen anfühlt.

Gegen Jahresende kehren dann die Japanischen Meisterschaften und nationale Wettbewerbe zurück, und die „Post-Milano-Generation“ wird langsam in Erscheinung treten. 2026 ist also ein Jahr, das sich nicht nur während der Spiele, sondern auch im „Nachbeben“ davor und danach zu verfolgen lohnt.

Zum Schluss – wo steigst du in diesen Winter ein?

Wenn man versucht, alles zu verfolgen, wird es schnell anstrengend. Daher empfiehlt es sich, zunächst mit drei Schwerpunkten zu beginnen: (1) Curling mit Fortius, (2) Japans Eiskunstlauf-Team und (3) Eisschnelllauf (Yoshida & Takagi). Darüber hinaus reicht es völlig, dann und wann einen Blick auf offizielle Posts und Highlight-Videos zu werfen, die im eigenen Feed auftauchen.

WINTER NOTE wird in diesem Jahr wieder versuchen, diese „Eingangstür in den Winter“ ein Stück weiter zu öffnen und die einzelnen Sportarten und Athlet:innen Schritt für Schritt zu begleiten.