NPB-Frühjahrscamps: fünf Punkte, die man gesehen haben muss – Okinawa, Miyazaki, abgelegene Inseln und ein WBC-Jahr richtig erleben

NPB

2026年1月12日

Der 1. Februar ist inzwischen zum traditionellen gemeinsamen Starttermin der NPB-Frühjahrscamps geworden. Wenn sich alle 12 Teams auf ihre jeweiligen Camps verteilt haben, fragen sich viele Fans „Wo lohnt sich ein Besuch am meisten?“.

In diesem Beitrag fassen wir fünf zentrale Blickpunkte zusammen, mit denen man das NPB-Frühjahrscamp maximal genießen kann – basierend auf den Besonderheiten der jeweiligen Regionen und den Themen, die diese Saison speziell machen.

1. Die Hauptinsel Okinawa ist ein einziges „Camp-Freizeitpark“

Chunichi (Chatan), Hanshin (Ginoza), DeNA (Ginowan), Yakult (Urasoe), Nippon-Ham (Nago/Kunigami), Rakuten und Lotte (Itoman, Kin, Insel Kume) – kurz gesagt: auf und um Okinawas Hauptinsel ballen sich mehrere Teams.

Mit dem Flughafen Naha als Ausgangspunkt und einem Mietwagen ist es problemlos möglich, „vormittags Chunichi in Chatan, nachmittags Hanshin in Ginoza“ zu sehen – also mehrere Camps an einem Tag abzuklappern. So erlebt man die „rohe Wucht“ des Frühjahrs immer wieder: das Geräusch der Bälle im Free Hitting, Live-Batting, intensive Bullpen-Sessions – Dinge, die im regulären Spielbetrieb ganz anders wirken.

  • Gut mit Sightseeing kombinierbar (Strände, Kokusai-dori usw.)
  • Man kann potenzielle „Gesichter der Saison“ wie neue Importspieler oder First-Round-Picks in einem Rutsch sehen
  • Die Stadien liegen vergleichsweise nah beieinander, Reisezeit und -kosten bleiben überschaubar

Für alle, die denken „Ich möchte einfach irgendwo mal hin“ oder „Ich weiß noch nicht, welches Team ich mir ansehen will“, ist die Hauptinsel Okinawa als Basis die sicherste Option mit sehr geringem Enttäuschungsrisiko.

2. Miyazaki – die „Hauptstadt des Baseballfrühlings“ mit Giants, Hawks und Buffaloes

Im Raum Miyazaki sind in der Regel die Giants (Sun Marine), SoftBank (Ikime-no-mori) und Orix (Kiyotake) stationiert, dazu kommen zeitweise Teams wie Lotte oder Seibu. Da mehrere Clubs im 30–40-Minuten-Radius um die Stadt liegen, kann man an einem Tag bequem zwei bis drei Teams besuchen.

Ab Ende Februar häufen sich zudem Trainingsspiele, Vorbereitungsspiele und „Kyūshun Miyazaki“-Begegnungen. Wer nicht nur Batting Practice und Live BP sehen, sondern auch neue Spieler und Positionskämpfe in echten Spielsituationen erleben möchte, ist in Miyazaki genau richtig.

  • Man kann auf einen Schlag mehrere der aktuellen Topteams wie Giants, Hawks und Buffaloes sehen
  • Mitunter gibt es im selben Stadion Begegnungen NPB vs. internationale Teams
  • Die Stadt bietet eine gute Infrastruktur für Übernachtung und Verkehr – ideal für längere Aufenthalte

Wer die ersten Auftritte der neuen Imports sowie die Kämpfe um Stammplätze in Vorbereitungsspielen sehen möchte, fährt mit der Kombination Miyazaki-Camps plus Preseason-Games bestens.

3. Ishigaki, Kume und Haruno: „Insider-Spots“ für junge Spieler

Lottes Camp auf Ishigaki, Rakutens Camp auf der Insel Kume und das Farm-Camp der Seibu Lions im südjapanischen Haruno (Präfektur Kōchi) sind typische Beispiele für „Insel- bzw. Regionallager“. Dort sind deutlich weniger Zuschauer als in den großen Camps, was sie zu einem idealen Ort für Fans macht, die Talente und Development-Spieler genau beobachten wollen.

  • Die Bullpens und Nebenfelder liegen nah an den Zuschauern, sodass man Wurftechnik und Ballbewegung im Detail studieren kann
  • Farm- und Development-Spieler arbeiten oft stundenlang an Batting, Defense und Spezialübungen
  • Da weniger Menschen da sind, hört man Spielerstimmen und Traineranweisungen glasklar

Wer „zukünftige Stammspieler schon ein paar Jahre im Voraus entdecken“ möchte oder sich dafür interessiert, wie genau gecoacht und korrigiert wird, findet in Camps wie Ishigaki, Kume oder Haruno einen echten Schatz. Für Fans, die den Prozess mindestens so sehr lieben wie das Ergebnis, ist das Umfeld ideal.

4. Im WBC-Jahr lohnt der Blick auf die Vorbereitung der Nationalmannschaftskandidaten

In Jahren, in denen ein World Baseball Classic ansteht, fällt bei vielen Spielern auf, dass Kandidaten für Samurai Japan ihr Camp-Programm deutlich anders gestalten als sonst.

  • Pitcher, die im Bullpen bewusst mit dem offiziellen WBC-Ball werfen
  • Feldspieler, die mehrere Positionen trainieren, um für Einsätze als Utility-Spieler gewappnet zu sein
  • Trainer und Scouts der Nationalmannschaft, die die Camps abklappern und Kandidaten beobachten

Selbst unscheinbare Trainingsinhalte wirken völlig anders, wenn man sich klarmacht: „Das ist wahrscheinlich schon auf die Rolle im Turnier zugeschnitten.“

Wenn ein Pitcher zum Beispiel:

  • fast ausschließlich aus der Set-Position wirft
  • häufig Menüs absolviert, die kurze Einsätze an aufeinanderfolgenden Tagen simulieren

dann spricht viel dafür, dass er für Relief- oder One-Batter-Rollen im Nationalteam getestet wird. Umgekehrt sind Pitcher, die viele lange Innings werfen, eher als Kandidaten für die Rotation im Blick.

5. Camps mit harten Positionskämpfen sind emotional besonders aufgeladen

Am stärksten spürt man das „menschliche Drama“ im Camp dort, wo die Konkurrenz um einen Platz besonders groß ist. Wenn in den News Schlagzeilen auftauchen wie:

„Dritte Base völlig offen“ / „Closer wird im Camp ausgefochten“

dann kann man sicher sein, dass die betreffenden Spieler vom ersten Tag an in einem regelrechten Showcase-Wettbewerb stehen.

  • Batter an der Grenze zwischen 1. und 2. Team, die Tag für Tag im Batting Practice mit voller Wucht durchziehen
  • Junge Pitcher, die über 100 Würfe im Bullpen absolvieren und am nächsten Tag gleich die nächste Chance suchen
  • Defense- und Baserunning-Coaches, die bestimmten Spielern endlos Fungo-Bälle schlagen

Solche Szenen bekommt man im TV-Alltag kaum zu sehen. Vor Ort spürt man dagegen unmittelbar die „Temperatur“: „Der will diesen Stammplatz wirklich mit aller Macht“ oder „Dieser Junge ist eindeutig fest in den Erstliga-Plänen eingeplant“.

Übersicht: Links zu den offiziellen Clubseiten

Detaillierte Camp-Pläne, Kaderlisten, Informationen zu Fan-Events und vieles mehr werden laufend auf den Camp-Sonderseiten der offiziellen Clubseiten aktualisiert. Für aktuelle Informationen lohnt sich zunächst ein Blick auf diese Links:

League Team Offizielle Website
Central League Yomiuri Giants https://www.giants.jp
Central League Hanshin Tigers https://hanshintigers.jp
Central League Yokohama DeNA BayStars https://www.baystars.co.jp
Central League Hiroshima Toyo Carp https://www.carp.co.jp
Central League Tokyo Yakult Swallows https://www.yakult-swallows.co.jp
Central League Chunichi Dragons https://dragons.jp
Pacific League Fukuoka SoftBank Hawks https://www.softbankhawks.co.jp
Pacific League Hokkaido Nippon-Ham Fighters https://www.fighters.co.jp
Pacific League Chiba Lotte Marines https://www.marines.co.jp
Pacific League Tohoku Rakuten Golden Eagles https://www.rakuteneagles.jp
Pacific League Orix Buffaloes https://www.buffaloes.co.jp
Pacific League Saitama Seibu Lions https://www.seibulions.jp

Fazit: Wähle dein Camp nach deiner persönlichen Art, Baseball zu genießen

Auch wenn sie alle „Frühjahrscamp“ heißen, sind Atmosphäre und Schwerpunkte von Team zu Team und Standort zu Standort sehr unterschiedlich.

  • Du willst in lebendiger Umgebung mehrere Teams an einem Ort sehen? → Hauptinsel Okinawa / Miyazaki
  • Du möchtest Talente und Entwicklungsspieler in Ruhe beobachten? → „Insider-Camps“ wie Ishigaki, Kume oder Haruno
  • Du willst die Spannung von Nationalmannschafts- und Positionskämpfen spüren? → Camps starker Teams in WBC-Jahren

Wenn du dir zuerst kurz klar machst, auf welche Weise du Baseball am liebsten erlebst, und dann den Camp-Standort danach auswählst, wird derselbe Tag zu einer deutlich intensiveren Camp-Erfahrung. Warum in diesem Frühjahr nicht einmal direkt neben dem Bullpen oder am Rand des Nebenfelds den Beginn der Saison spüren – statt nur von der Tribüne aus?