„Innen hohl“ und „Kraft kommt nicht an“: Morishige Wataru & Yoshida Yukino testen das Milano-Olympia-Eis

WINTERSPORT

2026年2月2日

Bis zum Start der Winterspiele Milano Cortina ist es nicht mehr lange. Die japanischen Eisschnelllauf-Asse Morishige Wataru (Okamoto Group) und Yoshida Yukino (Jukoh) absolvierten ihre erste Einheit im Wettkampfort, dem Milano Speed Skating Stadium. Beide sprachen von einem ungewohnten Gefühl: „innen hohl“ und „die Kraft vom Abdruck wird nicht übertragen“.

Ein temporäres Oval in einem Messegelände

Die Eisschnelllauf-Wettbewerbe finden in einer temporären Anlage auf einem ehemaligen Messeareal in Mailand statt: dem Milano Speed Skating Stadium. Das Oval wurde innerhalb eines fair-/messeartigen Komplexes aufgebaut — ein Stil, der bei Winterspielen bislang eher untypisch war. Laut offiziellen Informationen der ISU wird Eisschnelllauf 2026 im „Milano Speed Skating Stadium“ innerhalb des Milano Ice Park ausgetragen.

Da die Bahn „neu gebaut“ ist und die Konstruktion offenbar einen Hohlraum unter dem Eis besitzt, unterscheiden sich Eisdichte und Klang deutlich von klassischen Indoor-Bahnen. Das führt zu dem „luftigen“ Eindruck und dem Gefühl, dass „Kraft nicht ankommt“.

„Innen hohl, irgendwie ‚sparse‘“: Der Stand von Fahnenträger Morishige

Morishige Wataru (25), Bronzegewinner über 500 m in Beijing und als Fahnenträger von Team Japan ausgewählt, drehte zunächst ruhige Runden, um den Zustand des Eises zu prüfen.

Nach der Einheit beschrieb er das Eis so:

„Es ist eine frisch gemachte Bahn. Es fühlt sich innen hohl an — irgendwie ‚sparse‘, als hätte es keine Dichte.“

Im Januar stürzte Morishige im 500-m-Rennen beim Weltcup in Inzell, prallte in die Matten und verletzte sich am linken Knie. Er musste damals abbrechen, doch größere Schäden blieben aus. Bei der Ankunft in Mailand sagte er, „aktuell ist es ausgeheilt und die Anpassung läuft gut“.

Auf dem Eis überprüfte er vor allem das Gefühl in den Kurven (auch mit Blick auf den Sturz) sowie die „Schärfe“ in Bewegungen über komplette Läufe von 100 m bis 500 m. Er sucht auf dieser speziellen Bahn nach Details: ob das Eis in der Kurve „zurückgibt“, wenn er sauber Druck setzt, und wo im Lauf er am besten „strecken“ kann.

Trotzdem bleibt sein Blick klar auf den Wettkampf gerichtet.

„Olympia ist die höchste Bühne, aber mein Gefühl bleibt gleich. Wenn ich es wie eine normale WM angehe, kann ich meine Leistung bringen. Ich will nicht zu tief darüber nachdenken.“

Der Männer-500-m-Final—Morishiges Hauptdisziplin—startet am 14. Februar um 17:03 Uhr Ortszeit. Als Fahnenträger bei der Eröffnung und als Sprint-Spezialist im Rennen trägt er zwei große Rollen — seine Feinanpassung läuft weiter.

„Pop-pop“ und „grindig“: Yoshidas Irritation bei ihrer ersten Olympia-Bahn

Yoshida Yukino (23), als neue Hoffnung im japanischen Frauensprint gehandelt, absolvierte ebenfalls mehr als eine Stunde Eiszeit und prüfte den Olympia-Wettkampfort zum ersten Mal.

Zum Gefühl sagte sie: „Es ist, als wäre es unten hohl, und die Kraft vom Abdruck kommt nicht an — es fühlt sich anders an.“ Gegenüber Japans festen Bahnen unterscheiden sich „Härte“ und „Rebound“ deutlich, wodurch sie die eingeprägten Abläufe vom Startschub bis zur Kurvenarbeit neu kalibrieren muss.

Gleichzeitig wirkte sie auch ein Stück weit erfreut: Für Yoshida ist diese Bahn „der Ort, an dem alles beginnt“. Der Frauen-1000-m-Final—für Japans Speedskating-Frauen das erste große Rennen dieser Spiele—startet am 9. Februar um 17:30 Uhr Ortszeit.

Wie sie sagte, will sie sich „gründlich daran gewöhnen“. Mit begrenzten Trainingszeiten wird entscheidend, wie weit sie ihr Skaten bis zum Renntag „Milano-tauglich“ machen kann — ein möglicher Schlüssel im Medaillenkampf.

Morishige & Yoshida: wichtigste Renntermine

Auf Basis des offiziellen, von der ISU veröffentlichten Eisschnelllauf-Zeitplans für Milano Cortina haben wir die Haupttermine der beiden zusammengefasst (alle Zeiten Italien / CET).

Athlet Disziplin Runde Datum (lokal) Zeit (lokal) Venue
Morishige Wataru 500 m Männer Finale 14. Feb (Sa) 17:03 Milano Speed Skating Stadium
Yoshida Yukino 1000 m Frauen Finale 9. Feb (Mo) 17:30 Milano Speed Skating Stadium

Beide Disziplinen sind „One-shot“-Finals — Sprint-Eisschnelllauf pur, bei dem alles in einem Start komprimiert ist.

Wer macht die Bahn-Eigenheiten zum Vorteil?

Leichteres Eis, anderer Klang und veränderte Rückmeldung können bei einer temporären Bahn ein Risiko sein — doch wer sich am besten anpasst, kann daraus auch einen Vorteil machen. Gerade auf den ersten Dutzenden Metern von Start bis Beschleunigungsphase wird entscheidend sein, wie verlustfrei Japan auf Tempo kommt.

Morishige betonte, er wolle „mit dem gleichen Gefühl wie bei einer WM“ herangehen. Yoshida blickt ebenfalls nach vorn: „Ich möchte mich richtig daran gewöhnen“ — und Olympia als Verlängerung des Alltagswettkampfs begreifen.

Ein 400-Meter-Oval, das plötzlich in einem Messegelände in Mailand auftauchte. Unter diesem Eis liegen Freude und Frust aus Beijing — und der leise Wunsch nach der nächsten Medaille. Wie weit können Morishige und Yoshida diese ungewöhnliche Bahn zu ihrer Bühne machen? Ein Punkt, den man kurz vor dem Start im Blick behalten sollte.

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