Ein bewegender Kreis, den Hymnen verbinden — Der „olympische Wert“ jenseits der Medaillen
Milano Cortina 2026 brachte nicht nur in den Momenten des Medaillengewinns, sondern auch in der Zeit der Nationalhymnen bei den Siegerehrungen zahlreiche emotionale Szenen hervor. Über Sieg und Niederlage hinaus riefen Momente, in denen Charakter, Respekt und das Wesen des Sports sichtbar wurden, weltweit große Resonanz hervor.
① Auch im Ausland bewegend: „Kimigayo“ bei RikuRyus Siegerehrung
Riku Miura / Ryuichi Kihara („RikuRyu“) gewannen Gold im Paarlauf. Bei der Siegerehrung wurden englische und italienische Übersetzungen von „Kimigayo“ auf dem Screen eingeblendet – und die poetische Bedeutung sorgte auch international für bewegte Reaktionen.
„Ein kleiner Stein wird über lange Jahre zu einem großen Felsen, bis Moos wächst – ein Wunsch nach Frieden und Wohlstand, der lange anhält.“
Diese Bedeutung wurde unter internationalen Fans zum Gesprächsthema; in sozialen Medien verbreiteten sich Reaktionen wie „eine sehr poetische und schöne Hymne“, „die Friedensbotschaft berührt mich“ und „man spürt den Geist der japanischen Kultur“.
Es war ein Moment, in dem – neben der Freude über Gold – auch Japans Kultur und Werte weltweit sichtbar wurden.
② Eine Kette des Abnehmens von Kappen — Respekt bei der Snowboard-Siegerehrung
Als Goldmedaillengewinner Yuto Totsuka vor der Hymne seine Kappe abnahm, folgten die anderen Medaillengewinner. Im Stadion breitete sich eine stille Atmosphäre der Achtung aus.
Zudem ging Silbermedaillengewinner James auf Ayumu Hirano zu – der als Vierter unter Tränen war –, legte ihm die Hand auf den Rücken und sprach ihm zu.
Für diese Menschlichkeit und Sportsmanship jenseits des Ergebnisses kamen viele Stimmen auf: „Das ist der olympische Geist.“
③ Sara Takanashi: Tränen bei der Hymne für die lang ersehnte Medaille
Sara Takanashi gewann im Skispringen der Frauen endlich die erhoffte olympische Medaille. Obwohl sie jahrelang auf Weltspitzenniveau kämpfte, blieb ihr bei Olympia lange das Ergebnis verwehrt – umso bedeutender war dieses Podium.
Ihr Blick nach vorn, während sie bei der Hymne die Tränen zurückhielt, bewegte viele Fans. Kommentare wie „man spürt das Gewicht der Mühe“ und „das bleibt mehr als die Medaille“ wurden zahlreich geteilt.
Wie Hymnenmomente den Wert der Olympischen Spiele zeigen
In der Hymne einer Siegerehrung steckt Stolz auf das eigene Land, Respekt gegenüber anderen Nationen und eine besondere Zeit, die Sieger und Unterlegene gemeinsam teilen.
In Milano Cortina entstanden viele Augenblicke, in denen Menschlichkeit, Kultur und Respekt stärker als das Resultat hervortraten.
