Ren Nikaido erneut Zweiter in Willingen: starkes Zeichen beim letzten Weltcup vor Olympia

WINTERSPORT

2026年2月2日

Ren Nikaido wird in Willingen zum zweiten Mal in Folge Zweiter – starkes Zeichen beim letzten Weltcup vor Olympia

Im Skispringen-Weltcup fand am 1. Februar (Ortszeit) in Willingen (Deutschland) das Männer-Einzel, Wettbewerb Nr. 20 (Large Hill HS147), statt. Ren Nikaido (Japan / Nippon Beer), Mitglied des Milano-Cortina-Olympiateams, landete mit zwei großen Sprüngen über 142,0 m und 152,5 m bei insgesamt 261,3 Punkten auf Platz 2 – zum zweiten Mal in Folge. Es war sein siebtes Podium der Saison und ein klares Formsignal kurz vor den Spielen.

Der Sieg ging an den Mann der Saison: Domen Prevc (Slowenien). Mit 293,0 Punkten setzte er sich deutlich durch und gewann mit 31,7 Punkten Vorsprung vor Nikaido – sein 11. Saisonsieg und der 20. Karriereerfolg. Philipp Raimund (Deutschland) wurde mit 253,1 Dritter, während mehrere Nationen ihre Top-Athleten Richtung Milano Cortina auf Kurs zeigten.

Willingen (Men’s Large Hill HS147) — Top-Ergebnisse

Quelle: FIS-Offizielles Ergebnis (Willingen, Men’s Large Hill HS147)
Platz Athlet Land Punkte
1. Domen Prevc Slowenien 293,0
2. Ren Nikaido Japan 261,3
3. Philipp Raimund Deutschland 253,1

Japan brachte alle vier Springer in den zweiten Durchgang: Ryoyu Kobayashi wurde 18. (134,5 m / 134,0 m; 218,9 Pkt.), Tomofumi Naito 19. (126,0 m / 146,5 m; 217,3 Pkt.) und Koya Sato 25. (135,0 m / 123,5 m; 196,5 Pkt.). Da alle vier auch für Milano Cortina nominiert sind, war das ein solides Teamzeichen.

Weitester Sprung: 152,5 m – Nikaidos „Attacke“ sorgt für Präsenz

Der weiteste Sprung des Tages kam von Nikaido: 152,5 m. Er übertraf den K-Punkt (130 m) deutlich und brachte die Tribünen zum Beben. Auch in den offiziellen Event-Statistiken wurde er als größte Weite geführt – rein nach Distanz sprang er sogar weiter als Sieger Prevc.

Der offizielle FIS-Skispringen-Account lobte den Sprung mit den Worten: „SPECTACULAR! What a jump from Ren Nikaido 152.5 meters“ – ein Moment, der Olympia-Fantasien befeuert.

Prevc mit Saisonsieg Nr. 11 – Japan auch im Gesamtweltcup weit vorn

Mit diesem Erfolg steht Prevc bei 11 Saisonsiegen und baut seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Japan bleibt ebenfalls ein zentraler Faktor: Kobayashi bewegt sich im Gesamtklassement um 990 Punkte, Nikaido im Bereich von 920 – ein Hinweis darauf, dass Japan im Männer-Skispringen derzeit zur Spitze gehört.

Highlights vom zweiten Willingen-Wettbewerb sind außerdem auf dem offiziellen YouTube-Kanal von FIS Ski Jumping verfügbar – inklusive Prevcs stabiler zwei Sprünge und Nikaidos 152,5-m-Highlight.

Vier-Schanzen-Sieg und Team-Gold im Skifliegen: Nikaidos „Breakout“-Saison

Für Nikaido ist diese Saison ein echtes „Breakout Year“. Am 4. Januar in Innsbruck gewann er seinen ersten Weltcup beim dritten Springen der Vierschanzentournee und sammelte seither mehrere Podien. Am 25. Januar holte er zudem bei der Skiflug-WM im Team (Oberstdorf) gemeinsam mit Ryoyu Kobayashi, Tomofumi Naito und Naoki Nakamura Japans erstes Team-Gold im Skifliegen.

Lange galt im japanischen Männer-Skispringen das Bild „Ace = Kobayashi“. Doch in dieser Saison hat Nikaido sich klar in diesen Status hineingesprungen. Mit Kobayashis Erfahrung, Nikaidos Momentum sowie der Stabilität von Naito und Sato bringt Japan eine ausgewogene Besetzung mit, die vor allem in Teamformaten zur Stärke werden kann.

Richtung Milano Cortina: Wird das Rückenwind für Japan?

Willingen war der letzte Weltcup vor den Winterspielen. Nikaidos zwei zweite Plätze, die Tagesbestweite (152,5 m) und die Tatsache, dass alle vier Japaner den zweiten Durchgang erreichten, sind ein großer Rückenwind. Bei Milano Cortina werden neben Normal Hill und Large Hill auch Formate wie Mixed Team und Men’s Super Team erwartet – Japan reist als echter Medaillenkandidat an.

Die Fragen vor dem Start: Wie nah kommt man an den dominanten Prevc heran – und kann Japan in Teamwettbewerben die großen Nationen schlagen? Mit dem Willingen-Selbstvertrauen geht es für Ren Nikaido und Team Japan nun auf die ganz große Bühne von Milano Cortina.