Eiskunstlauf-Team: erneut Silber. TEAM JAPANs Stärken und Aufgaben (Milano Cortina 2026)
Der Teamwettbewerb im Eiskunstlauf in der Milano Ice Skating Arena wurde zu einem historischen Duell, in dem Japan und die USA bis zur letzten Minute ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Das Ergebnis: USA 69 Punkte, Japan 68. Wieder Silber mit nur einem Punkt Rückstand—doch der Wettbewerb zeigte der Welt die enorme Gesamtstärke von TEAM JAPAN.
Der Verlauf über drei Tage: Japan jagte hinterher und hielt bis zum Schluss dagegen
Am ersten Tag standen vor allem die Kurzprogramme im Fokus. Im Kurzprogramm der Männer legte Yuma Kagiyama mit einer Darbietung über 100 Punkten als Erster los und brachte Japan in Schwung. Im Kurzprogramm der Frauen markierte Kaori Sakamoto mit ihrem gewohnt sauberen, stabilen Aufbau ebenfalls eine hohe Punktzahl—Japan startete damit in der Verfolgerrolle hinter den USA und Italien.
Nach Tag 2 führte weiterhin die USA, Japan blieb in der Rolle des Jägers. Doch Japan wackelte nicht: Alle liefen Programme „ohne große Fehler“ und hielten die Hoffnung für den Finaltag am Leben.
Am entscheidenden dritten Tag mit den Kürprogrammen lieferte zunächst das Paar Riku Miura / Ryuichi Kihara eine überragende Vorstellung und wurde Erster. Anschließend gewann Sakamoto auch die Kür der Frauen, womit Japan und die USA zu diesem Zeitpunkt punktgleich waren. Die Stimmung auf dem Eis kippte schlagartig—die Bühne war bereitet für „das direkte Duell in der Kür der Männer“.
In der abschließenden Kür der Männer begeisterte Shun Sato mit einer Bestleistung zur „Firebird“, inklusive drei Vierfachsprüngen, und heizte die Halle an. Doch der US-Amerikaner Ilia Malinin setzte sich knapp mit einer etwas höheren Wertung durch, insgesamt 69–68. Japan fehlte ein Punkt—erneut Silber.
Endstand und Japans Teammitglieder
| Platz | Land | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | Vereinigte Staaten | 69 |
| 2. | Japan | 68 |
| 3. | Italien | 60 |
| 4. | Georgien | 56 |
| 5. | Kanada | 54 |
Japans Team besteht aus den folgenden sieben Athletinnen und Athleten.
| Kategorie | Athlet/in | Einsatz |
|---|---|---|
| Einzellauf Frauen | Kaori Sakamoto | Kurz / Kür |
| Einzellauf Männer | Yuma Kagiyama | Kurz |
| Einzellauf Männer | Shun Sato | Kür |
| Paarlauf | Riku Miura / Ryuichi Kihara | Kurz / Kür |
| Eistanz | Utana Yoshida / Masaya Morita | Rhythm Dance |
Warum es trotzdem „stolzes Silber“ war
Gegen die USA mit ihrer extrem hohen individuellen Spitzenklasse setzte Japan auf „Teamtiefe“ und „Stabilität“. Ohne große Fehler kämpfte sich das Team durch, und vor allem im Paarlauf sowie im Einzellauf der Frauen zeigte Japan eine Weltklasse-Komplettheit. Dass am Ende ein Punkt fehlte, ist bitter—kann aber auch Motivation für die nächsten vier Jahre sein.
Zudem war es ein großer Gewinn, dass im Teamwettbewerb junge Athletinnen und Athleten gemeinsam mit Routiniers auf demselben Eis standen und sich gegenseitig anspornten. In den Einzelwettbewerben richtet sich der Blick nun auf die Medaillenrennen von Kagiyama, Sato, Sakamoto und anderen.
